Salicylsäure

Salicylsäure

NameSalicylsäure. Extrakt aus weißer Weidenrinde (Weide, Silberweide, weiße Weide)
UrsprungSynthetisch
Verwendeter PflanzenteilBorke
Botanischer NameSalix alba
TexturPulver
Inci BezeichnungSalicylsäure

Salicylsäure ist ein Wirkstoff aus der Weidenrinde. Die Weide war bereits in der Antike bekannt für ihre fiebersenkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Die Extraktion des Wirkstoffs aus der Rinde markierte den Ursprung von Aspirin.

BOTANISCHE DARSTELLUNG DER SALICYLSÄURE

Das in der Pflanzenwelt vorkommende chemische Molekül Salicylsäure wurde erstmals 1829 von dem französischen Apotheker Pierre-Joseph Leroux, aus Weidenrinde extrahiert.

Salicylsäure ist eine aromatische organische Verbindung, eine 2-Hydroxybenzoesäure oder BHA (β-Hydroxysäure), bestehend aus einem Benzolkern, substituiert durch eine Carboxylgruppe COOH (Benzoesäure) und einer Hydroxylgruppe in Ortho-Position (Phenol).

Botanik

FamilieSalicacées
Verwendeter PflanzenteilBorke
Zusammensetzung, Wirkstoffedérivés salicylés (glucosides de phénols : salicoside ou salicine), tanins catéchiques, acides phénols (saligénine), acide salicylique, aldéhyde syringique, flavonoïdes
BlüteFebruar-März, April-Mai
VorkommenEuropa, Afrika, Asien, Nordamerika
UmweltFeuchte Orte, Ufer von Bächen, Teichen, Ödland, Hecken
HerkunftFrankreich

WIe identifiziere ich es?

BOTANISCHE CHARAKTERISTIKA

Salicylsäure ist ein fester, farbloser Stoff, der aus Pflanzen gewonnen und traditionell in der Kräuterheilkunde verwendet wird – ein Vorläufer von Aspirin. Schon vor der Entdeckung der chemischen Synthese und des Derivats Aspirin oder Acetylsalicylsäure konnte ein erstes Extrakt (Natriumsalicylat) isoliert werden, das in der Heilkunde zum Einsatz kam.

BOTANISCHE CHARAKTERISTIKA

Die Weide erreicht eine Höhe von 10 bis 25 Metern. Als diözische, also zweihäusig getrenntgeschlechtige Pflanze stehen ihre männlichen und weiblichen Blüten auf zwei getrennten Bäumen. Der oft hohle Stamm hat eine rissige Rinde, die Zweige sind elastisch. Die lanzenförmigen, hellgrünen Blätter haben eine weißliche Unterseite. Die gelben oder grünlichen Blüten sind zu Kätzchen versammelt, weibliche Kätzchen bilden bei der Reife flauschige Samen, die vom Wind verweht werden.

Interessant zu wissen:

In der Natur kommt Salicylsäure in mehreren Pflanzen vor, beispielsweise in Mädesüß und in der Weide, aus der sie erstmalig extrahiert werden konnte. Daher stammt auch der lateinische Namen Salix.

Das berühmte Aspirin ist ein synthetisches Derivat – Acetylsalicylsäure. Es wurde erstmals 1853 vom Chemiker C. F. Gerhardt hergestellt, aber es war Felix Hoffmann, dem 1897 ein reiner Extrakt gelang.

DIE WOHLTUENDEN EIGENSCHAFTEN DER SALICYLSÄURE

Interessant zu wissen:

Salicylsäure ist auch in ihrer veresterten Form als Methylsalicylat in mehreren ätherischen Ölen enthalten (beispielsweise in der Gelbbirke oder im Wintergrün).

Es wird in der Pharmazeutik häufig als hochkonzentrierter Balsam für Verbände gegen Warzen eingesetzt. Für gesunde Haut jedoch ist diese hohe Konzentration zu aggressiv.

Darüber hinaus wird Salicylsäure auch gegen Akne oder Hyperhidrose verwendet. In verdünnter Form hat sie einen tiefenreinigenden und exfolierenden Effekt und kommt daher in Peelings zum Einsatz.

Bei der Herstellung von Kosmetika agiert Salicylsäure auch als Konservierungsmittel und Antiseptikum.

Kosmetische Eigenschaften von Sanoflore (in vivo)

  • Peeling
  • Antiseptikum

Kosmetische Eigenschaften von Sanoflore (in vitro)

  • PeelingKeratolytikum (oder Peeling). Salicylsäure hilft, tote Zellen aus der Epidermis zu entfernen, indem sie einfach mit der Haut in Kontakt kommt und mit Keratin interagiert. Es wirkt spezifisch auf der Ebene der Corneosomen, die für den Zusammenhalt der Zellen des Stratum Corneum verantwortlich sind. Es bewirkt einen vollständigen Abbau dieser Bindungen, wodurch das Abblättern der Oberflächenzellen nacheinander induziert wird, ohne dass Zelltrümmer zurückbleiben. Salicylsäure fördert eine glattere, weichere Haut.
  • KonservierendEs ist auch ein von Ecocert zugelassenes Konservierungsmittel: Salicylsäure hemmt die Entwicklung von Mikroorganismen in kosmetischen Produkten.


Quellen: 1. Sanoflore-Studien 2. ABC der Familienkräuterkunde, Thierry Folliard, Grancher-Ausgaben, Paris 2009