Ätherisches Öl und Hydrolat von der Pfefferminze

Ätherisches Öl und Hydrolat von der Pfefferminze

natürlichen Ursprungs

NameMinze, englische Minze, Pfefferminze
Verwendeter PflanzenteilBlätter
Botanischer NameMentha X piperita, Mentha viridis
Texturgetrocknete Blumen in Infusion oder Blütenwasser
Inci BezeichnungMentha piperita (peppermint) oil

Die Pfefferminze ist ein natürlicher Hybrid von zwei wilden Minzarten: Grüne Minze (Mentha spicata) und Aquatische Minze (Mentha aquatica). Wegen ihrer aromatischen, kulinarischen und medizinischen Eigenschaften ist sie weit verbreitet.

ALLGEMEINES ÜBER PFEFFERMINZE

Botanik

FamilieLamiaceae
Verwendeter PflanzenteilBlätter
Zusammensetzung, WirkstoffeSäurephenole (Rosmarinsäuren, Kaffeesäure und Derivate), Tannine, Flavonoide (Luteolin, Menthosid, Eriocitrin), Phenole, Triterpene, Carotinoide, ätherisches Öl: Terpenole ( Menthol 30% ), Terpone ( Menthon 25%, Pulegon 2%, Piperiton) ), Oxide (1,8 Cineol), Ester (Menthylacetat), Terpene (α- und β-Pinene).
BlüteJuli - September
VorkommenGanz Europa, Nordamerika, Marokko, Ägypten, Indien, China…
UmweltBöschungen, Gräben, Straßenränder, Ödland, Baulücken
HerkunftFrankreich, Vercors. Die in der Drôme produzierte Pflanze wird im Herzen des Vercors-Massivs mit Wasser aus der Quelle Les Buisses destilliert

Die bereits in der Antike geschätzte Minze ist bekannt für ihre tonisierende und verdauungsfördernde Wirkung. Sie regt eine träge Verdauung an und bekämpft Gase und Blähungen. Darüber hinaus wirkt sie entzündungshemmend, antiseptisch und belebend.

illustration Menthe

Wie identifiziere ich es?

BOTANISCHE CHARAKTERISTIKA

Die Pfefferminze ist eine 20-80cm hohe Staude mit einem kräftigen, viele Ausläufer bildenden Wurzelstock. Die länglichen, gezahnten, dunkelgrünen Blätter sind einander gegenüberliegend angeordnet und auffällig behaart. Ihre Öldrüsen sondern ein ätherisches, intensiv nach Pfeffer duftendes Öl ab. Die kleinen rosa oder lila Blüten sind ährenförmig angeordnet.

VERWANDTE ARTEN

Es ist nicht leicht, Pfefferminze von Grüner Minze (Mentha spicata) zu unterscheiden, aber sobald man ihre Blätter verreibt, erkennt man sofort ihren typischen pfeffrigen Duft. Zu den verwandten Arten zählen zudem die für den Tee in Marokko verwendete Nanah-Minze sowie Ackerminze, Krause Minze, Polei-Minze, Rundblättrige Minze und schlussendlich die Langblättrige Minze oder Tauminze.

Interessant zu wissen:

Die Minze war bereits in der Antike bekannt. Die Assyrer schätzten ihre gesundheitsfördernde Wirkung, ebenso die Babylonier, Hebräer, Römer und Griechen – inklusive der Ärzte Dioscorides und Hippocrates sowie des Philosophen Aristoteles.

DIE WOHLTUENDEN EIGENSCHAFEN VON PFEFFERMINZ-HYDROLAT

Interessant zu wissen:

Die Essenz der Minze galt einst als " eine der besten Möglichkeiten, das Lebensprinzip wiederzubeleben ".

Das aus mehr als 100 Komponenten bestehende ätherische Pfefferminzöl belegt Platz vier unter den antiseptischen Essenzen.

Das auch als Hydrolat bezeichnete Blütenwasser ist ein Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation aus frischen Pflanzen. Das dabei entstehende Gemisch von ätherischem Öl und Wasserdampf wird durch Kühlen kondensiert und in einen sogenannten Florentiner Topf geleitet. Das auf dem Blütenwasser schwimmende ätherische Minzöl wird dann dampfkondensiert

Pfefferminz-Hydrolat wird vielfältig eingesetzt: In Kompressen auf Stirn und Schläfen gegen Migräne und Nervenentzündungen, als Mundspülung gegen Entzündungen von Zahnfleisch und Mundhöhle sowie schlechten Atem, im Gurgelwasser hilft es gegen Halsschmerzen

. Im Badewasser sorgt Pfefferminz-Hydrolat für ein kräftigendes, belebendes, duftendes und sogar antirheumatisches Bad.

In Lotionen für fettige Haut bewirkt die adstringierende Wirkung von Pfefferminz-Hydrolat eine Verkleinerung der Poren und somit eine Verfeinerung des Hautbilds.

DIE WOHLTUENDEN EIGENSCHAFEN VON ÄTHERISCHEM PFEFFERMINZÖL

Das von Sanoflore verwendete ätherische Pfefferminzöl enthält durchschnittlich 30% Menthol, 25% Menthon und 2% Pulegon.

Verdünnt in pflanzlichen Ölen findet ätherisches Pfefferminzöl in den verschiedensten Bereichen Verwendung:

Auf den Nacken aufgetragen hat es einen tonisierenden und stimulierenden Effekt und wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus.

Auf den Nacken aufgetragen hat es einen tonisierenden und stimulierenden Effekt und wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus.

Wegen seiner antiseptischen, antibakteriellen, antimykotischen und vor allem antiviralen Eigenschaften findet es Verwendung bei Herpes- oder Gürtelrose-Läsionen, Ekzemen, Akne, Nesselsucht oder Juckreiz. Der „Eiswürfeleffekt” bringt sofortige Linderung. Darüber hinaus verfügt es über eine erfrischende und betäubende Wirkung.

Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung wird ätherisches Pfefferminzöl auch gegen bei Rheuma, Migräne, Nervenentzündung, Arthritis, Sehnenscheidenentzündung, Ischias, Neuralgie sowie Gürtelrose im Augenbereich und Prostatitis eingesetzt

Bei Migräne wird es pur oder verdünnt auf die Schläfen (nicht zu nahe an den Augen) aufgetragen. Bei Schnupfen und Entzündungen der Nebenhöhlen wirkt es abschwellend auf die HNO-Wege. Darüber hinaus agiert es als Immunstimulans.

Kosmetische Eigenschaften

  • ENTZÜNDUNGSHEMMEND, ABSCHWELLEND UND BERUHIGEND.
  • BELEBEND, ANREGEND
  • ERFRISCHT UND BELEBT: BIETET EINEN "EISWÜRFEL" -EFFEKT.

KOSMETISCHE EIGENSCHAFTEN VON SANOFLORE AUS ÄTHERISCHEM PFEFFERMINZÖL (IN VITRO GEGENÜBER VITAMIN C)9

  • ANTIBAKTERIELLverringert die Population der Bakterien Propionibacterium acnes (am stärksten an der Entwicklung kleiner Hautunreinheiten wie Akne-Pickel beteiligt). Wirkt auf die Hauptursachen von Hautunreinheiten: Eindämmt die Entwicklung unerwünschter Bakterien, reguliert die Schuppenbildung, verengt die Poren, begrenzt Oxidationsreaktionen, schützt die Talgqualität, kontrolliert die Freisetzung von Entzündungsmediatoren, die Unreinheiten verursachen

VON SANOFLORE NACHGEWIESENE KOSMETISCHE EIGENSCHAFTEN VON PFEFFERMINZBLÜTENWASSER (IN VITRO)Propriétés cosmétiques démontrées par Sanoflore de l’eau florale de Menthe poivrée (in vitro)9

  • ANTIPHLOGISTIKUMreduziert die Produktion von Zytokinen, Molekülen, die Entzündungsreaktionen verursachen

Quellen:
1. Sanoflore-Studie
2. Badasson & Cie, medizinische Tradition und andere Verwendungen von Pflanzen in der Haute Provence, Pierre Lieutaghi, Actes Sud, Paris 2009
3. 200 Pflanzen, die Sie gut wollen, Carole Minker, Larousse-Ausgaben, Paris 2013
4 Geheimnisse einer Kräuterkennerin, Marie-Antoinette Mulot, éditions du Dauphin, Paris 1999
5. ABC der Familienkräuterkunde, Thierry Folliard, éditions Grancher, Paris 2009
6. Petit Larousse des plantes qui guerissent, Gérard Debuigne, François Couplan, Thierry Folliard, neue Larousse-Ausgabe, Paris 2016
7. Petit Larousse des Huiles Essentielles, Thierry Folliard, Larousse-Ausgaben, Paris 2014
8. Pflanzengesundheits-Phytotherapie, Auswahl des Reader's Digest, Bagneux 2007
9. Sanoflore-Labortests zur Zellkultur