Orangenblüten

Orangenblüten

Bio zertifiziert

NameOrangenblüte, Neroli, Bitterorange, Bitterorange, Bitterorange, Sevilla Orange
Verwendeter PflanzenteilBlume
Botanischer NameCitrus aurantium ssp. amara
TexturGetrocknete Blumen in Infusion oder Blütenwasser
Inci BezeichnungCitrus Aurantium (Orangenblüte) Blütenwasser

Der blumig-süße Duft aus Blättern und Blüten des Bigaradier – des Bitterorangenbaums – ist für orientalische Düfte und exquisites Gebäck geradezu legendär. Er beruhigt die Sinne und regt zum Träumen an.

BOTANISCHE DARSTELLUNG DER ORANGENBLÜTE

Botanik

FamilieRutaceae
Verwendeter PflanzenteilBlume
Zusammensetzung, WirkstoffeFlavonoide (Hesperidosid, Naringosid), bittere Prinzipien (Limonin), Cumarine, Triterpene, Vitamin C, Carotin, Pektin; ätherisches Öl (Blüten): Terpénole (Linalol 30%, α-Terpinéol, Géraniol), Sesquiterpénole (Transnérolidol), Terpènes (Limonène…), Ester (Linalyleacetat), Aldehyde
BlüteVorfrühling, sogar 2. Blüte im Oktober
VorkommenHeimisch in Südostasien, Indien, Südchina, Malaysia. Heute im Mittelmeerraum kultiviert. Tropische und subtropische Regionen
UmweltSonniges Gelände, mildes Klima
HerkunftMarokko

Der Bitterorangenbaum ist seltener zu finden als der Süßorangenbaum, aus dem Orangensaft gewonnen wird. Wegen des betörenden Duftes der Orangenblüte – eigentlich handelt es sich dabei um das Hydrolat der Orangenblüte – wird der Bitterorangenbaum jedoch in allen tropischen und subtropischen Regionen angepflanzt.

illustration fleur d’oranger

Wie identifiziere ich es?

BOTANTISCHE CHARAKTERISTIKA

Der Süßorangenbaum ist etwas kleiner (5 bis 10 Meter hoch), die Früchte sind etwas größer als jene des Bitterorangenbaums.

Blumen, Knospen, Früchte können gleichzeitig am Baum vorhanden sei

VERWANDTE ARTEN

Der Süßorangenbaum ist etwas kleiner (5 bis 10 Meter hoch), die Früchte sind etwas größer als jene des Bitterorangenbaums.

Interessant zu wissen:

Der Bitterorangenbaum kam im 11. Jahrhundert nach Europa, 400 Jahre später wurde er schnell durch den Süßorangenbaum ersetzt.

DIE WOHLTUENDEN EIGENSCHAFTEN DER ORANGENBLÜTE: HYDROLAT, ÄTHERISCHES ÖL, BLÜTEN, FRÜCHTE

Interessant zu wissen:

Der Ruf des Olivenbaums und seines Öls seit der Antike ist nicht übertrieben, da die Forschung des 20. Jahrhunderts seit den 1930er Jahren die medizinischen Eigenschaften seiner Blätter und seines Öls bestätigt hat. Es ist also ein ausgezeichnetes Tafelöl.

Das auch als Hydrolat bezeichnete Blütenwasser der Orangenblüte ist ein Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation aus frischen Blüten. Das bei der Destillation entstehende Gemisch von ätherischem Öl und Wasserdampf wird durch Kühlen kondensiert und in einen sogenannten Florentiner Topf geleitet. Das auf dem Blütenwasser schwimmende ätherische Blütenöl der Orangenblüte ist besser bekannt unter dem Namen Neroli.

Das ätherische Öl der Orangenblüte wirkt entzündungshemmend und beruhigend – bei Hautirritationen ebenso wie auf das Nervensystem. In Kombination mit dem verdünnten ätherischen Öl von Zitrone oder Grapefruit kann es auch als Deodorant verwendet werden.

Das besonders sanfte und sehr erfrischende Hydrolat wirkt tonisierend und ist auch für sensible und sehr empfindliche Haut geeignet.

Sprays mit Orangenblüten-Hydrolat wirken beruhigend, abends auf die Brust gesprüht, helfen sie nervösen Kindern beim Einschlafen.

Das ätherische Öl der Orangenblüte (Neroli), lokal auf Handgelenken und Plexus angewendet, hilft bei Schlaflosigkeit und Erschöpfungszuständen und kann auch als Antidepressivum eingesetzt werden.

Wegen seiner antiseptischen Eigenschaften empfiehlt es sich zudem zur Behandlung von Akne-Pickeln.

Aufgüsse aus Blättern und Blüten des Bitterorangenbaums eignen sich als entspannende Badezusätze, insbesondere für Kinder sowie für Kompressen, um die Haut geschmeidig und weich zu machen. Diese Kompressen können auch mit dem Hydrolat von Orangenblüten getränkt werden, um Hautirritationen und Nervensystem zu beruhigen.

Zudem findet das ätherische Öl bei spastischer Kolitis Verwendung sowie wegen seiner antiinfektiösen Eigenschaften auch bei Bronchitis und Ohrenschmerzen.

KOSMETISCHE EIGENSCHAFTEN VON SANOFLORE (IN VIVO)

  • ANTIPHLOGISTIKUM
  • HAUTANTISEPTIKUM, HAUTSTÄRKUNGSMITTEL
  • HAUTREGENERATOR
  • BERUHIGEND

Quellen:
1. Sanoflore-Studie
2. Badasson & Cie, medizinische Tradition und andere Verwendungen von Pflanzen in der Haute Provence, Pierre Lieutaghi, Actes Sud, Paris 2009
3. 200 Pflanzen, die Sie gut wollen, Carole Minker, Larousse-Ausgaben, Paris 2013
4 Geheimnisse einer Kräuterkennerin, Marie-Antoinette Mulot, éditions du Dauphin, Paris 1999
5. ABC der Familienkräuterkunde, Thierry Folliard, éditions Grancher, Paris 2009
6. Petit Larousse des plantes qui guerissent, Gérard Debuigne, François Couplan, Thierry Folliard, neue Larousse-Ausgabe, Paris 2016
7. Petit Larousse des Huiles Essentielles, Thierry Folliard, Larousse-Ausgaben, Paris 2014
8. Phytotherapie-Gesundheit durch Pflanzen, Reader's Digest-Auswahl, Bagneux 2007