Bio-Kamille

Bio-Kamille

natürlichen Ursprungs

Nameoffizielle Kamille, römische Kamille, duftende Hymne, Anjou-Kamille,
Verwendeter PflanzenteilBlume oder genauer der Blütenkopf
Botanischer NameChamaemelum nobile, Anthemis nobilis
TexturGetrocknete Blumen in Infusion oder in Blütenwasser
INCI BezeichnungAnthemis nobilis flower water

Die Römische Kamille oder Camomille Noble ist eine für die Region Anjou symbolträchtige Pflanze, sie wird deshalb auch „Camomille d' Anjou“ genannt. Die Sorte mit dem gefüllten, weißen, halbrunden Blütenkopf machte die Stadt Chemillé im Département Maine-et-Loire berühmt.

ALLGEMEINES ÜBER DIE BIO-KAMILLE

Botanik

FamilieAstéracées
Verwendeter PflanzenteilBlume
Zusammensetzung, WirkstoffeCumarine, Säure-Phenole (Transcafeinsäure, Ferulasäure), Sesquiterpenlactone (Bitterprinzipien: Germacranolide, Nobilin), Flavonoide, Polyactelylenderivate, ätherisches Öl: Ester (Isobutyl, Methyallylengelate, Ketone (Pinocarvon), Terpene (trans-Pinocarveol), Terpene (α-Pinen)
BlüteJuni bis August
VorkommenGanz West- und Südeuropa
UmweltGrünland, Rasenflächen, Straßenränder, Böschungen, trockene und sandige Böden
HerkunftFrankreich

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VORSTELLUNG DER KAMILLE

Wie erkenne ich Kamille?

BOTANISCHE CHARAKTERISTIKA

Die Römische Kamille ist eine mehrjährige, etwa 10cm bis 30cm niedrige, eher kriechende Pflanze, die intensiv aromatisch riecht, ganz besonders, wenn man Blätter und Blüten zwischen den Fingern verreibt. Die zerstreut behaarten Stängel tragen längliche, harte, sehr gezackte Blätter.

Wie alle Korbblütler (Asteraceae) hat auch die Kamille eine aus mehreren Blüten zusammengesetzte Blütenkrone – daher der Name. Die einzelnen Blütenköpfchen sind weiß, die Hüllblätter grün und länglich. In der Mitte befindet sich eine gelbe Krone, von der ein langer Blütenstiel ausgeht. Die gefüllte Sorte hat nur weiße, zungenförmige Blüten. Die an der Basis der Blüte sitzenden Spreublätter sind spatelförmig, haarig, glänzend und haben einen durchsichtigen Rand.

VERWANDTE ARTEN

Die Varietät mit der gefüllten Blüte ist nur schwer mit anderen Kamillenarten zu verwechseln. Bei Sorten wie beispielsweise der Echten Kamille, Mutterkraut oder dem Feldgänseblümchen gibt es Ähnlichkeiten.


Interessant zu wissen:

Der berühmte griechische Arzt der Antike, Galen (Galenos) von Pergamon, nutzte bereits die Kamille gegen Kopf- und Nervenschmerzen, Koliken und Staus in der Leber. In Italien tauchte sie im 16.Jahrhundert auf, deshalb heißt sie auch Römische Kamille.

DIE WOHLTUENDEN EIGENSCHAFTEN VON ÄTHERISCHEM ÖL, HYDROLAT UND BLÜTEN DER KAMILLE

Interessant zu wissen

Da die Römische Kamille zunehmend zur Herstellung kosmetischer Produkte Verwendung findet, wird ihre Erne mehr und mehr automatisiert – was die Kraft der Kamille schwächt. Deshalb ist es besonders wichtig, ihre außergewöhnlichen Kräfte durch Anbau und Ernte in traditioneller Form zu bewahren.

Das Hydrolat oder Blütenwasser von der Römischen Kamille wird durch Wasserdampfdestillation aus frischen Blüten gewonnen, eine klassische Technik zur Extraktion von ätherischen Ölen. Das ätherische Kamillenöl wird ebenfalls durch Extraktion gewonnen.

Das Hydrolat oder Blütenwasser der Römischen Kamille kann bei Bindehautentzündung, Hagelkorn oder Gerstenkorn bedenkenlos als Spray oder Kompresse auf den Augenlidern verwendet werden. Auch in der Dermatologie wird es direkt auf Haut und Schleimhaut eingesetzt.

Bei Stress, insbesondere bei Kindern, kann Kamillenblütenwasser als Spray direkt auf den Plexus aufgetragen werden.

Kamillenblütenwasser wird auch zum Abspülen der Haare nach dem Waschen verwendet, um den Blondton des Haares zu erhalten.

Kosmetische Eigenschaften

  • ANTIOXIDANT UND SCHÜTZEND.
  • REPARIEREND
  • BERUHIGENDE UND ENTZÜNDUNGSHEMMENDE WIRKUNG

Quellen: 1. Sanoflore-Studie 2. Badasson & Cie, medizinische Tradition und andere Verwendungen von Pflanzen in der Haute Provence, Pierre Lieutaghi, Actes Sud, Paris 2009 3. Geheimnisse einer Kräuterkennerin, Marie-Antoinette Mulot, éditions du Dauphin, Paris 1999 4. ABC der Familienkräuterkunde, Thierry Folliard, Grancher-Ausgaben, Paris 2009